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Galapagos: Ein Monat Freiwilligenarbeit

Insektenstich-Entwarnung, Blaufußtölpel und Abschiedsessen

Als ich heute in der Schule ankomme, ahne ich noch nichts davon, dass ich diese recht bald wieder verlassen werde. Wir starten ganz normal damit, dass ich die Hausaufgaben kontrolliere. Die Aufgabe bestand darin, auf einem Blatt die jeweils größere von zwei Zahlen einzukreisen und anschließend den Vergleichsoperator dazwischen zu setzen – und auf einem zweiten Blatt die jeweils kleinere von zwei Zahlen einzukreisen und dann den Vergleichsoperator dazwischen zu setzen. Jetzt ist es natürlich so, dass die Kids noch nicht wirklich lesen können und die Aufgaben somit von den Eltern vorgelesen werden müssen. An den Ergebnissen hat man sehr deutlich gesehen, wie gut die Eltern das hinbekommen haben – es kam bei vielen wirklich der größte Blödsinn dabei heraus. Also habe ich mir die Kinder alle noch einmal einzeln vorgenommen und wir haben die Aufgaben gemeinsam noch einmal besprochen. Bei den meisten war das Verständnis absolut vorhanden, nur wenige Ausnahmen können mit den Begriffen größer und kleiner noch immer nichts anfangen und raten einfach nur. Wir machen also noch eine Übung für alle und anschließend wird wieder gemalt und ausgeschnitten.

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Galapagos: Ein Monat Freiwilligenarbeit

Abschiednehmen in der Schule

Heute heißt es, in der Schule Abschied zu nehmen. Mir ist schon klar, dass es nicht einfach wird, aber dass der Tag so ganz anders verlaufen wird, als ich dachte… aber der Reihe nach.

Morgens läuft die Schule eigentlich wie immer los. Nach dem Begrüßungsritual und etwas Singen ist zunächst Sportunterricht angesagt (während dem wir die Hausaufgabenhefte vorbereiten) und anschließend tanzen die Kids wieder dem Englisch-Lehrer auf der Nase herum. Anschließend starten wir einen zweiten Versuch, den Kindern die Weihnachtsgeschichte mit dem Jesuskindlein nahezubringen. Die Lehrerin liest vor und erzählt dazu und ich schiebe ein paar Figuren vor einer Krippe herum – sozusagen die Synchron-Visualisierung.

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Der letzte Tag – noch einmal Schwimmen mit Schildkröten

Nun beginnt er also, mein letzter wirklicher Tag auf San Cristóbal. Wie gestern vereinbart, will ich mich mit Nina am Strand treffen. Vorher geht es aber zum Frühstück zu meiner Gastfamilie. Der Opa hat sein Versprechen von gestern wahr gemacht und steht, als ich ankomme, in der Küche und macht Empanadas. Ich helfe also noch schnell ein wenig und dann gibt es Frühstück. Anschließend bringe ich meine Wäsche noch eben zur Wäscherei, schaue im Büro vorbei, wo ich William antreffe, der sich noch ausgiebig bei mir bedankt und mich verabschiedet und dann geht es an den Playa Mann. Es ist ein traumhaft schöner Tag und die Sonne scheint – ich lasse also vorsichtshalber wieder die langen Sachen an. Verbrannte Schultern kann ich zum Backpacken in Patagonien nun wirklich nicht gebrauchen.

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Abflug

Ich werde vor dem Wecker wach und packe meine letzten Sachen zusammen. Dann kehre ich noch einmal die Bude, um einen anständigen Eindruck zu hinterlassen und fahre dann zu meiner Gastfamilie. Hier gebe ich Angélica ihr Geburtstagsgeschenk und überlasse ihr die Entscheidung, es gleich zu öffnen oder noch eine Woche zu warten. Sie öffnet es gleich und scheint sich über die Kette und die Ohrringe zu freuen.

Nach dem Frühstück gehe ich mit Carlos zum Flughafen, um einzuchecken und das Gepäck aufzugeben. Danach spazieren wir wieder zurück – uns bleibt noch eine gute Stunde Zeit bis zum Boarding. Zu Hause sammeln wir noch den anderthalbjährigen Neffen und den Rest der Familie ein und tappeln dann wieder zurück zum Flughafen. Dort fällt der Abschied von der Familie verhältnismäßig kurz und schmerzlos aus – während ich am Gate dann ein Mädchen aus meiner Klasse treffe, die sofort auf mich zugerannt kommt und mir um den Hals fällt. Sie reist mit ihrer Familie nach Quito, erzählt sie mir.