Kategorien
Afrika Reiseblog-Intro Tansania: Kilimanjaro, Safari und Sansibar

Anreise zum Kilimanjaro

Da sitze ich nun mit einer fiesen Erkältung, die mich seit einigen Tagen plagt und will in den Urlaub. Nach Tansania. Und zu allem Überfluss auch noch als erstes auf den Kili. Das Dach Afrikas. 5.895m. Super Idee mit Erkältung. Ich hau also ein letztes Mal mit allem drauf, was die Apotheke hergibt und dann geht’s zum Flughafen. Ziel: Kilimanjaro International Airport. Klingt schon geil irgendwie. :)

Wir fliegen mit Air Ethiopia. Die Airline ist gut, der Zwischenstopp in Addis Abeba nicht so. Der Flughafen gibt praktisch nix her, außer einem beeindruckenden Exempel an Ineffizienz. Wenn man in einem Café frühstücken möchte und sich dafür nacheinander an drei Schlangen anstellen muss (zuerst: Kasse, dann: Kaffee-Counter, dann: Essens-Counter) und jeweils heillos überfordertes Personal vorfindet… ist man froh, wenn der Anschlussflug endlich geht.

Ausruhen und Warten in Addis
Ausruhen und Warten in Addis

Also… wenn er denn geht. Denn nur, weil dran steht, dass er pünktlich ist, heißt das natürlich nix. Entsprechend starten wir mit fast einer Stunde Verspätung, dafür aber zusammengelegt mit einem anderen Flug und mit einer last minute ausgetauschten Maschine – so dass wir beim Einsteigen erst einmal neue Sitzplätze bekommen. Nicht nur, dass diese nicht mehr nebeneinander sind, viel schlimmer ist, dass mein sorgsam ausgeheckter Plan, auf der linken Seite zu sitzen und beim Anflug einen Blick auf den Kili zu erhaschen, nun futsch ist.

Ach ja – beim Einsteigen erhaschen wir noch einen höchst vertrauenerweckenden Blick auf ein Flugzeug – mitten im Feld.

Sehr vertrauenerweckend, der Flieger im Feld...
Sehr vertrauenerweckend, der Flieger im Feld…

Offenbar finden auch andere die neuen Sitze gar nicht gut und beschweren sich bei den Stewardessen, dass sie keine zusammenhängenden Sitze mehr haben. Die Lösung des ratlosen Boardpersonals: setzen Sie sich einfach auf zwei Sitze nebeneinander. Irgendwelche. Freie Sitzwahl. Lach… das Chaos, was daraufhin ausbricht, kann man sich vorstellen… ;)

Der Flug ist jedenfalls ruhig und auch ohne Blick auf den Kili landen wir nicht lange später am Kilimanjaro Airport. Wir sind da! Mega! :)

Kilimanjaro International Airport
Kilimanjaro International Airport

Nach Durchlaufen der Einreiseformalitäten (Visum hatten wir vorab online besorgt – hat uns aber nur die Schlange zum Zahlen erspart, die andere dauerte trotzdem ewig) steht vor dem Flughafen bereits jemand mit unseren Namen auf einem Schild – unser Fahrer, der uns in unsere erste Unterkunft bringen wird. Kurze Zeit später kommen wir in der Aishi Machame Lodge an – einer hübsch gestalteten Lodge mitten im Grünen.

Kurz duschen und dann treffen wir auch schon Anna von Altezza, die mit uns das Briefing für unsere Kili-Besteigung macht. Beeindruckendste Info: wir zwei werden eine Mannschaft von 14 Mann dabei haben. Guide, Assistant Guide, Koch, Kellner und noch einen Haufen Träger. Halleluja. Dann gilt es noch die höchst wichtige Frage zu klären, ob wir ein eigenes Chemie-Klo mieten wollen (Kostenpunkt 250 Dollar – soviel sei vorweggenommen: die beste Investition ever). Macht dann also 15 Leute – ein Klo-Mann muss mit.

Wir bekommen wasserdichte Duffelbags, in die wir unser Gepäck für den Berg packen können und dicke Schlafsäcke. Die mieten wir, weil unsere eh nicht warm genug wären und wir sie auch gar nicht mehr ins Gepäck bekommen hätten. Machen einen guten Eindruck – darin sollte es nicht kalt werden.

Briefing für unseren Aufstieg morgen
Briefing für unseren Aufstieg morgen

Dann gönnen wir uns erst mal einen Kaffee und etwas Ruhe. Meine Erkältung? Verhält sich erstaunlich passiv – als ob ich sie am Frankfurter Flughafen vergessen hätte. Ich drücke mir selbst die Daumen.

Der Kaffee ist lecker und wir gönnen uns direkt noch einen zweiten – und dann wird es Zeit, unser Gepäck zu sortieren. Wir brauchen drei Packs: das, was in der Lodge bleibt (also das Safari- und das Sansibar-Gepäck), das, was unsere Träger für uns den Berg hochschleppen werden und das, was wir beim Wandern „am Mann“ brauchen. Pflicht sind Regensachen und was Warmes zum Drüberziehen. Und natürlich Wasser. Hier haben wir jeweils eine 3-Liter-Wasserblase dabei, das sollte reichen.

Schlussendlich ist alles gepackt – wir stellen nur leider fest, dass unsere Schnäppchen-Reisetaschen aus dem Lidl nicht einmal den Hinflug überlebt haben. Der Stoff reißt an allen Ecken und Enden und der Reißverschluss hält auch nicht mehr. Joa, wer billig kauft, kauft zweimal, oder wie sagt man?

Zum Abendessen gibt es leckeres Buffet – sicherheitshalber lassen wir aber die Finger von allem, was nicht geschält oder gekocht ist.

Danach geht es zeitig in die Falle – dem letzten Rest Erkältung noch einmal mit viel Schlaf begegnen und morgen früh dann hoffentlich endgültig fit sein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.