Rheinsteig Etappe 10: von Kestert über Katz und Maus nach Heide

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Burg Katz

Heute haben wir wieder eine etwas kürzere Etappe vor uns, dafür eine mit ein paar mehr Höhenmetern. Außerdem kommen wir an einem Supermarkt vorbei und wollen unsere Snack-Vorräte etwas auffüllen. Und wenn es an „Katz und Maus“ vorbeigeht, kann doch eigentlich eh nichts mehr schiefgehen. Nach dem Frühstück geht aber es erst mal ein Stück durch den Ort zurück, damit wir wieder zurück auf den Rheinsteig kommen. Der liegt logischerweise oberhalb des Ortes, so dass wir uns mal wieder einen kräftigen Anstieg gleich morgens auf kalte Waden gönnen. Yeah.

Danach geht es erfreulicherweise ein ganzes Ende eher eben dahin. Wir kommen durch Oberkestert, spazieren an Uschis Wanderstation vorbei und genießen die Umgebung, die hier etwas landwirtschaftlicher geprägt ist.

Dann geht es wieder in einen Wald hinein – und bald darauf auch wieder bergauf. Klar, wir hatten es ja schon fast vermisst. Wir kämpfen uns den Berg rauf und machen oben eine kleine Rast an einer Schutzhütte.

Wo es rauf ging, geht es auf dem Rheinsteig bekanntermaßen auch immer wieder runter (und ja – leider auch andersrum). Und so steigen wir nun hinab nach Wellmich. Dabei erhaschen wir schon einen ersten Blick auf Burg Maus.

Den Namen Maus bekam die Burg quasi als Gegenstück zur Burg Katz. Diese wiederum hieß eigentlich Burg Neukatzenelnbogen, aber der Volksmund ist ein fauler und so wurde kurzerhand Burg Katz daraus. An der werden wir allerdings erst später vorbeikommen.

Nachdem wir also nach Wellmich bis auf Rhein-Niveau abgestiegen sind, steigen wir auf der anderen Seite in fiesen Serpentinen wieder rauf, eben zur Burg Maus. Leider kann man hier nicht einkehren, also geht es ohne Erfrischung weiter. Zunächst so etwas ähnliches wie eben – und dann umso steiler bergab, hinunter nach St. Goarshausen. Hier geht der Rheinsteig praktischerweise fast durch einen Rewe hindurch, so dass wir uns mit ein paar neuen Snacks versorgen. Viel brauchen wir aber gar nicht und so spazieren wir danach in den Ort, um nach einem Café Ausschau zu halten. So touristisch wie der Ort wirkt, so wenig Gastronomie gibt es allerdings – fündig werden wir an der Rheinpromenade. Wir setzen uns in die Sonne… und dann warten wir. Und warten. Und warten. Und als wir fast schon aufgeben wollen, dürfen wir doch noch bestellen. Kaffee und Kuchen sind ok’ish – kein ausgesprochenes Highlight, aber besser als nix.

Offiziell wäre hier eine Rheinsteig-Etappe zu Ende. Wir müssen allerdings noch ein Stück weiter. Weiter heißt logischerweise, erst mal wieder steil bergan. Wir laufen ein winziges Stück auf dem Berg dahin (leider Straße), nur um dann wieder auf annähernd Rhein-Niveau abzusteigen. Immerhin genießen wir dabei einen Blick auf die Rheinschleife bei St. Goarshausen und schon mal einen Blick auf Burg Katz auf dem Nachbarberg.

Kaum unten am Rhein angekommen, sehen wir bereits quasi senkrecht über uns Burg Katz thronen. Wir erklimmen sie sozusagen mit letzter Kraft und reden uns ein, dass das total gut ist, weil wir so nicht morgen früh mit diesem Aufstieg starten müssen.

Vor lauter Schnaufen vergessen wir an Burg Katz sogar, ein Foto zu machen. Da sich die Burg in (japanischem) Privatbesitz befindet, ist leider auch keine Besichtigung möglich.

Für uns geht es nun ein letztes Stück bis nach Heide, wo wir heute in der Pension Christian absteigen. Wir erwarten nicht viel, weil wir hier tatsächlich am Ar*** der Heide zu sein scheinen – werden aber extrem positiv überrascht. Das Haus Christian ist die bislang beste Unterkunft und das zu einem recht fairen Preis. Wir genießen eine ausgiebige Dusche und setzen uns anschließend in den wunderschönen Garten zum Abendessen.

Gesamtstrecke: 18.73 km
Gesamtanstieg: 834 m
Gesamtabstieg: -659 m
Gesamtzeit: 07:36:58

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