Ankommen in San Diego – mit Freunden

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Am Samstag fahren wir nach Garching, damit ich am Sonntag zeitig zum Flughafen komme. In Garching spazieren wir ein wenig durch die Gegend, ich mache einen Corona Test für den Flug (diese blöde Kuh, die mir das Ergebnis mit den Worten „ist positiv“ in die Hand drückt und das für einen lustigen Scherz hält, verursacht mir fast einen Herzinfarkt) und dann gönnen wir uns noch ein leckeres Essen im Augustiner. Der Laden ist bis auf den letzten Platz voll, kontrolliert wird nix. Na dann… Am Abend packt mich dann endlich die Nervosität, auf die ich seit Tagen warte.

Morgens packen wir zusammen, ich gebe Dominik meine Zivilklamotten mit nach Hause und werfe mich in meine Wanderklamotten. Tag 1 von rund 160, die dieses Shirt und diese Legging nun hoffentlich getragen werden. Noch riecht beides manierlich genug, um damit zum Hotelfrühstück zu gehen ;)

Wir fahren zum Flughafen und da ich über den Online Check in nur einen Mittelplatz bekommen hätte, gönne ich mir die Schlange für den manuellen Check in. Kurzfassung: hätte ich mir sparen können, es bleibt beim Mittelplatz, denn der Flieger ist komplett ausgebucht. Nun denn. Mein in Folie gewickelter Rucksack tritt schon mal seine Reise an – ich verabschiede mich von Dominik (schnief) und stelle mich dann an die nächste Schlange an. Handgepäckkontrolle. Und dann an die für die Passkontrolle (ein Hoch auf die superschnelle Self Control mit biometrischem Pass). Dann ins andere Gebäude und zack in die nächste Schlange: diesmal die US Kontrolle fürs Visum. Geht aber easy und dann stehe ich nach gut zwei Stunden endlich am Gate.

Ich hole mir noch was zu essen und rufe meine Lieben noch mal an – und dann bekomme ich eine Nachricht von Flo. Den hatte ich über die PCT Facebook Gruppe vor ein paar Wochen kennengelernt, weil er am gleichen Tag startet. Er schreibt mir „ich glaube, wir sitzen im gleichen Flieger“. Mega! Wir schnacken kurz beim Einsteigen und dann beginnen zwölf endlos lange Stunden, in denen ich mir fünf Filme reindrehe. Dann hab ich viereckige Augen und könnte auf der Stelle einschlafen – wenn ich in Fliegern denn schlafen könnte. So quäle ich mich durch die letzte Stunde und verfolge das Geschehen draußen über die Außenkameras am Flugzeug. Schöne Sache. Bis ich irgendwann realisiere, was es bedeutet, die ersten 700 Meilen durch die Wüste zu gehen. Soweit das Auge der Kamera reicht, ist nichts als Sand und Stein zu sehen. Mir schnürt sich kurz der Hals zu – und dann tauchen am Horizont wieder vereinzelte Bäume auf. Puh, wir waren noch nicht über PCT Gebiet. Hier sieht es jetzt sehr viel überlebenstauglicher aus.

Nach dem Aussteigen warte ich auf Flo und wir holen gemeinsam unser Gepäck ab. Alles ist gut angekommen. Yeah! In der Schlange zur Immigration sehen wir ein Mädel, die mir in München in der Check in Schlange schon aufgefallen war: Legging an und einen typischen Rucksack auf dem Rücken. Wir sprechen sie an und siehe da, Anika startet den PCT drei Tage nach uns. Was ist die Welt doch klein… und der PCT von Deutschen bevölkert, hihi.

Wir knobeln aus, wo jeder von uns hin muss und teilen uns dann ein Uber, was uns der Reihe nach absetzt. Ich treffe mich mit Chris, einem Kollegen von mir, zum Essen in The Fishery, einem echt netten und entspannten Fischrestaurant. Wir quatschen über Job und Privates und ich bin froh, dass Chris es super schafft, meinen Jetlag im Zaum zu halten.

Danach im Hotel bin ich allerdings totmüde. Ich wasche noch schnell mein Shirt und mein Fleece durch, die nach dem Flug nicht mehr ganz so manierlich riechen und dann falle ich tot ins Bett.

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