Hawaii Volcano National Park: der Vulkan Kilauea

Nachdem wir gestern die Insel gewechselt haben, sind wir heute im Volcano National Park auf Hawaii Big Island, der größten der Hawaiianischen Inseln. Hier gibt es zwei große Vulkanberge: den Mauna Loa im Süden (hier sind wir aktuell) mit dem derzeit aktiven Kilauea Vulkan und den Mauna Kea im Norden der Insel. Heute haben wir den ganzen Tag Zeit, den Nationalpark zu erkunden und wollen mal schauen, ob wir hier nicht ein wenig wandern können.

Zuerst statten wir dem Besucherzentrum eine Stippvisite ab und informieren uns über die Wandermöglichkeiten und die Must-haves. Schließlich stellen wir fest, dass die Entfernungen aber nicht so groß sind, dass wir besonders hart auswählen müssten und laufen einfach los.

Als erstes spazieren wir zu den Sulphur Banks. Hier kann man schön die schwefelhaltigen Ablagerungen sehen und es dampft überall hübsch heiß aus der vermeintlich soliden Erde. Man kann sich denken, dass sie natürlich alles andere als solide ist und so haben es tatsächlich schon Touris geschafft, die Absperrung zu übertreten und sich beim Einsinken kolossal zu verbrennen. Temperaturtechnisch wie auch säuretechnisch, denn Schwefeldioxide sind in rauen Mengen auch nur bedingt gesund.

Sulphur Banks
Sulphur Banks
Sulphur Banks
Sulphur Banks

Anschließend nehmen wir Iliahi Trail zurück in Richtung Visitor Center, biegen aber vorher ab auf den Halemaumau Trail, der uns hinunter in den Krater des Kilauea bringt. Der Weg führt durch dichten Regenwald mit einer Unmenge an Farnen, Bäumen und Blumen. Interessanterweise (erschreckenderweise?) ist nur ein winziger Bruchteil der Pflanzenvielfalt hier wirklich original hawaiianisch. Die große Mehrheit (über 97%) sind eingeschleppt und haben die meisten originalen Pflanzen bereits verdrängt und ausgerottet. Im Tierreich sieht es übrigens ähnlich aus. Trotzdem sind die Pflanzen schön anzuschauen und darum Achtung… jetzt kommt Blümchenfotografie 😉

Bamboo Orchid
Bamboo Orchid
Uluhe
Uluhe
Uluhe
Uluhe
Irgend ein Farn ;)
Irgend ein Farn 😉
Kahili Ginger
Kahili Ginger
Kleine Sandra, großer Farn
Kleine Sandra, großer Farn
Halemaumau Trail
Halemaumau Trail

Hier können wir auch schön den rauchenden Schlot des Kilauea sehen – und schließlich kommen wir unten in seinem Krater an. Der Weg führt – wenig überraschenderweise – am Rand des Kraters entlang und Warnschilder verbieten die weitere Annäherung in Richtung Schlot. Besser ist das wohl 😉

Der Kilauea raucht
Der Kilauea raucht
Im Krater angekommen
Im Krater angekommen
Im Krater des Kilauea
Im Krater des Kilauea

Nachdem wir uns ein Stück weiter die Kraterwand wieder hinauf gequält haben, folgen wir einem weiteren Trail zur Lava Tube. Hier hat sich die Lava entlanggeschoben, die Oberfläche ist abgekühlt und ausgehärtet und innen ist die Lava weitergeflossen, bis sie alle war. Dadurch ist ein Tunnel entstanden, durch den man nun hindurchlaufen kann. Wir schieben uns gemeinsam mit einer Busladung Japaner hindurch und sehen dann zu, dass wir weiterkommen.

Wir folgen dem Kilauea Iki Trail hinunter in den gleichnamigen Vulkankrater und durchqueren diesen. Da hier schon eine längere Weile Ruhe herrscht, kann man mitten hindurch laufen.

Im Kilauea Iki Krater
Im Kilauea Iki Krater

Danach haben wir definitiv genug in der prallen Sonne gebraten, kämpfen uns die Kraterwand wieder hinauf und wandern über den Crater Rim Trail zurück zum Besucherzentrum.  Hier hatten wir am Morgen bereits ein Bild gesehen, das die Ansicht des Kilauea bei Tag und bei Dunkelheit gegenüberstellt – und hatten es für ein reines Marketing-Foto gehalten, nachdem wir den Kilauea bei Tag haben rauchen sehen. Aber die Neugier siegt wie immer und da unsere Unterkunft nur eine Meile entfernt ist, beschließen wir, uns das doch noch anzusehen. Da die Eintrittskarte für den Nationalpark eine ganze Woche gültig ist, fahren wir vorher noch einmal kurz „nach Hause“ und tauschen die durchgeschwitzten Wanderklamotten gegen etwas Zivilisierteres. Anschließend fahren wir zurück in den Nationalpark. Kurz nach dem Sonnenuntergang kommen wir am Aussichtspunkt beim Jaggar Museum an – der Parkplatz ist so gerappelt voll, dass sie die Leute bereits von Hand auf irgendwelche Randflächen einweisen. Das kann ja was werden… Aber kaum, dass wir vom Parkplatz in Richtung Aussichtsplattform gehen, ist vollkommen klar: das hat sich gelohnt. Und es war kein Marketingfoto. Die Lava im Schlot leuchtet so hell, dass sie nicht nur den Rauch anstrahlt, sondern auch von den darüber hängenden Wolken reflektiert wird. Großartig!

Kilauea nach Sonnenuntergang
Kilauea nach Sonnenuntergang
Es raucht
Es raucht
Kilauea und Mond leuchten um die Wette
Kilauea und Mond leuchten um die Wette

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