Das Rila-Kloster und unsere Fahrt nach Plovdiv

Ursprünglich dachten wir mal, das berühmte Rila-Kloster noch nach unserer 7-Seen-Wanderung zu besuchen, falls noch Zeit ist. Aufgrund des bereits bekannten Umstands des nicht fahrenden Sessellifts wurde daraus jedoch nichts, so dass wir den Ausflug auf heute verschoben haben. Die Fahrt nach Plovdiv soll nur knappe zwei Stunden dauern, so dass wir den Vormittag noch fürs Rila-Kloster nutzen wollen. Das Navi kennt selbstvständlich das berühmte Kloster und führt uns in rund zwei Stunden dort hin. Zwischendurch kaufen wir am Straßenrand leckere Kirschen von einer Bauersfrau für’n Appel und ’n Ei. Am Ende stellen wir das Auto für vier Lewa (rund zwei Euro) auf dem Kloster-Parkplatz ab. Kurz darauf betreten wir durch ein Tor das Rila-Kloster und staunen nicht schlecht. Vor großartiger Bergkulisse steht der hervorragend erhaltene Kloster-Komplex und sieht einfach toll aus.

Rundum verlaufen die Wohnräume – das Kloster ist heute noch voll in Betrieb. Außerdem kann man hier auch übernachten, allerdings empfielt sich dafür wohl eine sehr rechtzeitige Reservierung. Dafür kann man das Kloster am Morgen und Abend dann auch einmal ohne Touri-Massen erleben. Die Wohnräume liegen auf drei Etagen jeweils hinter herrlichen Säulengängen.

Säulengänge rundum
Säulengänge rundum

Im hinteren Teil des Klosters gibt es noch ein kleines Museum mit Exponaten aus den Anfangszeiten des Klosters. Ganz interessant und mit drei Lewa auch nicht besonders teuer, aber auch sicher kein Muss.

Anschließend stromern wir hinter dem Kloster-Komplex durch die Souvenirstände (ein Souvenir für Mama muss mit) und die Restaurants (hier gönnen wir uns einen Kaffee, denn Kuchen oder ähnliches hat’s grad nicht). Zum Schluss können wir doch den Verlockungen des Stands mit den Mini-Donuts nicht widerstehen und kommen so doch noch auf unsere Zucker-Ration.

Danach geht es zurück in das Kloster und wir bestaunen die kleine Kapelle im Zentrum des Ganzen. Bereits der an drei Seiten umlaufende Säulengang ist ein Traum aus unzähligen Bildern in schillernden Farben. Der Innenraum der Kapelle ist dann noch einmal ein Erlebnis für sich. Leider sind Fotos hier nicht erlaubt, aber hier verschlägt es einem schon ein wenig den Atem: massenhaft Gold, ohne dass es protzig wirkt, tolle Holzarbeiten und überall bemalte Wände. In der Mitte prangt der wahrscheinlich größte und gleichzeitig filigranste Kronleuchter der Welt.

Kapelle des Rila-Klosters
Kapelle des Rila-Klosters
Herrliche Wandbemalungen
Herrliche Wandbemalungen

Nach dem Besuch des Klosters heißt es für uns, Abschied von der Region zu nehmen. Unser weiterer Weg führt uns nach Plovdiv, Bulgariens zweitgrößter Stadt. Jetzt zeigt sich, dass der vermeintliche Abstecher nach Rila eher ein Ausflug war, denn das Navi führt uns praktisch bis nach Sofia zurück, bevor es Richtung Plovdiv abbiegt. Von hier sind es dann aber nur noch etwa zwei Stunden. Es wäre sogar etwas weniger, wären die letzten Autobahnkilometer nicht wegen Baustelle nur einspurig befahrbar und die Ausfahrt nach Plovdiv komplett gesperrt. Aber schließlich kommen wir dort an, wo wir hin wollen und unser Hotel entpuppt sich als echtes Schmuckstück, direkt an der Ruder-Regattastrecke gelegen.

Landmark Creek Hotel
Landmark Creek Hotel

Noch ein sehr gutes und günstiges Abendessen im Hotel und dann ist der Tag auch schon wieder zu Ende.

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