Tiefe im Bild

Gerade in der Landschaftsfotografie ist es oftmals so, dass die ganze grandiose Landschaft mit all ihrer beeindruckenden Weite auf dem Bild plötzlich gar nicht mehr so grandios wirkt. Schuld ist in solchen Fällen oft die fehlende Tiefe im Bild. Grund hierfür ist, dass ein Foto nun mal eine zweidimensionale Angelegenheit ist. Die dritte Dimension muss ich dem Betrachter durch eindeutige Zeichen vermitteln.

Vordergrund macht Bild gesund

Wieder einer dieser uralten Fotografen-Sprüche – aber wieder einer, der ein Körnchen Wahrheit enthält. Um dem Betrachter nämlich die Tiefe im Bild zu vermitteln, kann ich mein Bild in mehrere klare Ebenen gliedern, also mindestens einen eindeutigen Vorder- und Hintergrund schaffen.

Das gegenüberliegende Seeufer wirkt platt und unspektakulär, wenn mein ganzes Bild nur aus dieser einen Ebene besteht. Nehme ich einen klaren Vordergrund hinzu, habe ich plötzlich eine weitere Dimension und damit auch Tiefe im Bild. Wenn dann zufällig noch eine Insel im See liegt oder ein Boot darin herumdümpelt, entsteht eine dritte Ebene und der Tiefeneindruck nimmt weiter zu.

 

Ein Bild braucht einen Rahmen

Über diese Aussage lässt sich sicherlich vortrefflich streiten – aber es gibt schöne Beispiele, wo ein natürlicher Rahmen ein ansonsten eher flaches Bild durchaus aufwerten kann. Im Prinzip wird hier wieder Tiefe erzeugt: ich gebe dem Bild einen klaren Vorder- und Hintergrund.

 

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