Anreise nach Hawaii: die Welt von oben

Jetzt gibt es tatsächlich einen ganz ungeplanten ersten Beitrag zum Hawaii-Urlaub. Denn wer würde in einem Blog über Hawaii schon Bilder von Schnee und Eis erwarten? Aber genau das gibt’s jetzt, denn bereits die Anreise hat sich diesmal echt gelohnt. Zumindest aussichts-technisch.

Wir fliegen – nachdem wir den bei USA-Reisen typischen und vollkommen lächerlich erscheinenden Sicherheits-Marathon hinter uns gebracht haben – kurz nach dem Mittag in Frankfurt los. Zunächst einmal zeigt sich das typische Bild von massig Wolken. Nichts Spektakuläres also, aber definitiv besser als das Essen, was uns United da serviert. Das lässt sich guten Gewissens als das mit Abstand Grausigste bezeichnen, was ich in Fliegern bisher erleben musste. Auch das Entertainment-System ist leider echt arm. Es gibt ein paar von den uralten Bildschirmen, die im Gang von der Decke hängen und kleiner sind als der Bildschirm meines Laptops. Theoretisch kann man auch ein nicht ganz schlechtes Filmangebot über das Inflight-WLan aufs Handy streamen – das aber funktioniert schlecht bis gar nicht und leider gibt es auch keine Steckdosen, um dem armen Handy irgendwann stromtechnisch auf die Sprünge zu helfen. Umso schöner also, dass wir nach dem Essen über Island fliegen und sich just hier ein Wolkenloch zeigt.

Blick auf Island
Blick auf Island
Reflexionen
Reflexionen

Ja, auch Island steht definitiv noch auf der Reise-Wunschliste. Die anschließend wieder dicke Wolkendecke lässt mich in mein Buch vertiefen. Als ich das nächste Mal aus dem Fenster schaue, sind dort kaum noch Wolken – und der Blick fällt ungehindert auf Grönland. Eine schier endlose Fläche aus Schnee, Eis und Bergen. In diesem Moment wandert Grönland auf meine Reise-Wunschliste. 😉

Grönland
Grönland
Grönland
Grönland
Grönland - Welt aus Eis und Schnee
Grönland – Welt aus Eis und Schnee

Irgendwann erreichen wir dann die USA. Oder vielleicht auch Kanada, denn wir fliegen immer noch ziemlich nördlich. Der Osten ist unter einer dicken Wolkenschicht versteckt und die relativ langweilige Mitte scheint nur aus Feldern zu bestehen. Aber dann fliegen wir zum Glück über die Rockies und es wird wieder deutlich interessanter.

Die Rockies von oben
Die Rockies von oben
Rocky Mountains
Rocky Mountains

Wir fliegen fast über Vancouver und nähern uns schließlich San Francisco, unserem ersten Etappenziel. Ein wolkenloser Landeanflug sorgt für phantastische Sicht auf die Stadt.

San Francisco
San Francisco

Hier geht es erfreulich entspannt und zügig durch die Einreise-Prozedur (wollten die schon immer jeden einzelnen Fingerabdruck?), so dass anschließend noch Zeit für etwas zu Essen bleibt. Wie ich die Amis kenne, gibt es auf dem Inlandsflug nämlich wieder nix, auch wenn dieser mehr als fünf Stunden dauert. Dieser Verdacht bestätigt sich umgehend nach dem Start: es gibt Getränke. Natürlich gibt es auch ein paar Snacks, wenn man gewillt ist, den nicht gerade unerheblichen Obolus dafür zu entrichten. Sind wir aber nicht 😉 Stattdessen genießen wir den langen Sonnenuntergang über dem wolkenverhangenen Pazifik.

Regenwolken
Regenwolken
Sonnenuntergang
Sonnenuntergang

Das Entertainment-System hier ist noch besser als auf dem Überseeflug, denn hier hat man auch auf die Bildschirme im Gang verzichtet. Das WLan lässt sich gar nicht erst verbinden. Dafür gibt es Steckdosen am Sitz – die aber leider keinen Strom abgeben. Nun gut… 😉

Eigentlich hatte ich mir fest vorgenommen, nicht zu schlafen – damit wir dann zumindest in der ersten Nacht nicht dank Jetlag putzmunter sind. Als die Sonne aber untergegangen und es im Flieger entsprechend dunkel ist, lösen sich die guten Vorsätze in Schlaf auf, ohne dass ich es merke…

Ein Stündchen später bin ich aber wieder voll da und beschließe, zumindest die kläglichen Überreste meiner Vorsätze noch zu retten und mich lieber einem ersten Blog-Beitrag zu widmen. Als der Text dafür fertig ist, sind noch fast zwei Stunden Flugzeit übrig. Draußen ist es stockfinster und im Flieger herrscht allgemeines Schlafen. Bis auf einen kleinen medizinischen Einsatz, den die Stewardessen und filmreif ausgerufene Krankenschwestern im Flieger noch leisten müssen. Ich widme mich tapfer wieder meinem Buch und dann ist es geschafft. Wir sind im Landeanflug auf Hawaii.

Gegen halb zehn am Abend betreten wir dann endlich Hawaiianischen Boden – also eigentlich nur siebeneinhalb Stunden nach Abflug 😉 An dieser Stelle muss noch schnell mit einem alten Klischee aufgeräumt werden: mit Blumenketten werden die ankommenden Touries hier schon länger nicht mehr begrüßt. Von den Mitarbeitern von Robert’s Shuttle, mit dem es für uns dann ins Hotel geht, aber schon. 🙂

Im Hotel angekommen, holen wir noch schnell etwas zu essen und setzen uns damit an den Strand. Pünktlich um Mitternacht halte ich noch kurz die Füße ins Wasser: Badewannentemperatur! Jetzt kann er anfangen, der Hawaii-Urlaub 🙂 Und ab morgen gibt’s dann auch wieder richtige Fotos und nicht das Handykamera-Zeug…

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