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Brasilien: Ein Auslandsjahr

Do, 10.04.2003

So’n Mist… heute hat’s doch tatsächlich wieder angefangen, zu regnen! Merke, dass ich anfange, zu schwächeln. Habe heute bei gut 20°C an eine lange Hose und einen Pullover gedacht – und das nur, weil die Sonne mal nicht so gebrannt hat. Man kann sich doch ziemlich an so hohe Temperaturen gewöhnen. Waren halt doch gut 10°C weniger als gestern noch. Mag gar nicht daran denken, was passiert, wenn ich im Januar zurück nach Deutschland komme. Am besten, ich bleib für immer hier… Morgen hat Marco ein Vorstellungsgespräch in Joinville. Sprachkurs fällt deshalb aus. Werde wohl mit Tobi mal ein bisschen shoppen gehen. Die Stunden holen wir dann nächste Woche nach. Schade eigentlich – dann schaffen wir da doch keinen Surfkurs mehr. Am Sonntag sind wir bei einer unserer Portugiesisch-Lehrerinnen zum Churrasco eingeladen. Wird bestimmt lecker. Wäre nur schön, wenn das Wetter bis dahin wieder etwas besser würde. Sie wohnt nämlich am Strand. Haben heute endlich wieder neue Zeitformen gelernt… gleich drei an der Zahl… jippiiee!! Habe das Zählen aufgegeben, um meine Nerven zu schonen. Das einzig positive daran ist, dass sich erstaunlich viele unregelmäßige Verben in gewissen Zeitformen erstaunlich regelmäßig verhalten.

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Brasilien: Ein Auslandsjahr

Mi, 09.04.2003

War eigentlich nicht viel los. Habe aber gestern abend ewig mit Fabiana und Karina gequatscht. Bis auf die Tatsache, dass einem doch noch erstaunlich viele Vokabeln fehlen, war es ein echt schöner Abend. Aber das trainiert das Blättern im Wörterbuch und die pantomimischen Fähigkeiten… ;-) Mein Muskelkater ist endlich wieder weg. Müsste mal wieder Postkarten schreiben. Hab aber keinen Bock. Dürfte wohl schon so an die 20 verschickt haben. So langsam komm ich mir doof dabei vor. Aber keine Angst, Leute – versprochen ist versprochen. Also ein bisschen Geduld, dann kommt jeder dran.

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Brasilien: Ein Auslandsjahr

So, 06.04.2003

Heute ging es zum Mittagessen mal wieder auf einen Geburtstag. Irgendwie scheint hier ständig jemand Geburtstag zu haben. War aber wie immer sehr lecker und sehr lustig (mein Gott, was reden die Leute hier schnell!!!). Zum Kompott gab’s für uns arme unwissende Deutsche mal wieder leckere (uns völlig unbekannte) Früchte frisch vom Baum im Garten. Ist schon gemein, wenn es für die Dinge noch nichtmal einen deutschen Namen gibt. Hinterher hab ich dann noch den Apfelkuchen gebacken, den ich versprochen hatte. War ganz lecker, obwohl ich die Zutaten mangels einer Wiegemöglichkeit nur Pi mal Daumen abschätzen konnte. Habe fürchterlichen Muskelkater vom Fresquebol-Spielen. Nix mehr gewöhnt… bäh! Ist halt nix, wenn man alt wird… *ächz*

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Brasilien: Ein Auslandsjahr

Sa, 05.04.2003

Gestern haben wir uns abends mit einigen Schülern der Sprachschule getroffen, die dort Deutsch lernen. Waren in einer Straßenkneipe und haben dort Bier und Caipi getrunken. Na ja, und natürlich viel gequatscht. War ein recht lustiger Abend. Heute war dann, nachdem es die ganze Woche über mehr oder weniger geregnet hat, pünktlich zum Wochenende wieder die Sonne draußen, so dass wir die Gelegenheit natürlich gleich beim Schopf gepackt haben und wieder an den Strand gefahren sind. Waren diesmal in Joaquina. Ein echt schöner Strand mit nicht minder schönen Surflehrern… habe beschlossen, Surfen zu lernen… ;-) Außerdem haben wir eine Menge Fresquebol gespielt. Das ist so eine Art Strand-Tennis. War jedenfalls echt klasse – auch, wenn Marco alle fertig gemacht hat. Abends waren wir dann noch mit Ricardo und Karina an der Lagoa essen. Wieder ein toller Tag mehr…

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Brasilien: Ein Auslandsjahr

Mi, 02.04.2003

Meu Deus! Was für eine Nacht! Waren gestern zu Joanas Geburtstag eingeladen und sind ins X-Picanha (sprich: Schiess-Pikanja) gegangen. Das ist so eine Art Studentenclub. Bis neun Uhr gab es erstmal zwei Bier zum Preis von einem… und das, wo ein Bier (600 ml) sowieso noch nichtmal einen Euro kostet. Sehr gefährlich – lange nicht mehr so viel Bier getrunken. Aber der eigentliche Knüller war ja der Forró. Das ist ein Tanz, der hier scheinbar mächtig bekannt und nicht minder beliebt ist. Wohl in erster Linie dazu geeignet, die räumliche Distanz zwischen zwei Menschen auf ein Minimum zu reduzieren… Tobi und ich hatten jedenfalls tierisch viel Spaß, nachdem die Brasilianer uns die Schritte beigebracht hatten und wir kräftig mittanzen konnten. Nebenbei haben wir noch unsere Sprachkenntnisse loben lassen (und natürlich weiter Bier getrunken *g*). Gegen drei Uhr sind wir dann zu Joana gegangen und haben dort geschlafen. Leider nur viel zu kurz… dementsprechend war dann heute auch der Sprachkurs. Haben uns heute morgen noch darauf geeinigt, die Hausaufgaben kollektiv zu ignorieren und haben unsere beiden Lehrerinnen mit unserer Müdigkeit heute wohl auch arg zur Verzweiflung gebracht. Dafür können wir jetzt schon fünf Zeitformen und etliche andere grammatikalische Gemeinheiten. Ich hasse unregelmäßige Verben…!