Etappe 5: Barranco Camp (3.900m) bis Karanga Camp (3.995m)

Heute durften wir ein wenig ausschlafen – und so weckt uns kurz nach sieben ein Hubschraubergeräusch. Oha. Bereits gestern hatten wir gesehen, dass sich ganz in der Nähe ein Hubschrauber-Landeplatz befindet. Heute ist offenbar ein Rettungseinsatz. Scheint, als wäre da jemandem der Lava Tower nicht gut bekommen. Einmal wach, stecken wir unsere Nasen aus dem Schlafsack und stellen einmal mehr fest, dass es bitterkalt ist. Da aber auch die Blase voll ist, hilft es alles nix – wir müssen raus. Der Zeltplatz liegt noch im Schatten, weil sich die Sonne noch nicht über die umliegenden Felswände gekämpft hat, und so ist unser Zelt auch noch schön von einer dünnen Eisschicht überzogen.

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Etappe 4: Shira 2 Camp (3.850m) über Lava Tower (4.600m) bis Barranco Camp (3.900m)

Der erste Check nach dem Wachwerden: keine Kopfschmerzen. Großartig! Außerdem geht gerade die Sonne auf, das nächtliche Eis schmilzt fix und der Tag könnte eigentlich kaum besser starten. Das Ziel heute ist das Barranco Camp auf annähernd gleicher Höhe. Davor allerdings werden wir zum Lava Tower auf 4.600m aufsteigen und damit eine Höhe erreichen, die neue für uns ist. Wir sind (an)gespannt, aber auch vorsichtig optimistisch. Der morgendliche Medical Check jedenfalls sieht ganz gut aus – wenn man milde über meinen dreistelligen Puls hinwegsieht… räusper.

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Etappe 3: Shira 1 Camp (3.610m) bis Shira 2 Camp (3.850m)

Heute haben wir eine Strecke von 10km vor uns. In der Ebene, denn das heutige Ziel liegt praktisch auf gleicher Höhe und dazwischen ist auch weder ein Berg noch ein Tal, sondern das sogenannte Shira Plateau. Angepeilt werden dafür 3-4 Stunden. Bitte? Was um alles in der Welt soll an 10km über ein Plateau denn so lange dauern? Spoiler: wir werden es sehr bald feststellen. Zuerst aber gibt es um 7:00 Uhr den Weckruf und den Tee von Sospeter. Während es im Schlafsack kuschelig warm ist, mag ich die Nase heute kaum rausstecken – da ist es nämlich erstaunlich kalt. Wir machen die Zelttür auf und da wird auch schon klar, warum: das Zelt und alles drumrum ist von einer feinen Eisschicht überzogen. Urks.

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Etappe 2: Mti Mkubwa Camp (2.650m) bis Shira 1 Camp (3.610m)

Man könnte meinen, die angedrohte Weckzeit von 6:30 Uhr wäre irgendwie früh – aber da wir bereits seit etwa halb neun schlafen und unsere Mannschaft schon fleißig ist, sind wir längst vor dem Weckruf wach. Der Weckruf erfolgt durch Sospeter, der gleichzeitig ein Tablett mit heißem Wasser und Kaffeepulver, Tee und Kakaopulver an unser Zelt bringt. Mega – Kaffee ans Bett! So kann der Tag starten. Das einzig gemeine ist, dass der Tee, mit dem wir uns gestern Abend gewärmt haben, inzwischen dringend raus will. Also flink einen Kaffee getrunken und dann erst mal ins Klozelt. Dann machen wir uns fertig und packen schon mal die meisten Sachen. Gleichzeitig bringt Sospeter die „hot shower“ wieder.

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Etappe 1: Lemosho-Gate (2.100m) bis Mti Mkubwa Camp (2.650m)

Nach dem Frühstück werden wir in unserer Lodge abgeholt und treffen zum ersten Mal auf unseren Guide Rashid und unseren Assistant Guide Stanley (fortan eigentlich nur Stan). In der Lodge wird noch unser Gepäck gewogen (es dürfen maximal 16kg sein) und wir bekommen behandeltes Trinkwasser. Das füllen wir in unsere 3-Liter-Trinkblasen und sollten damit für den ersten Tag sehr gut ausgestattet sein. Dann geht es los, denn der Wetterbericht sagt: heute ist ein guter Tag, um den Kili zu besteigen! :)

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