Drei Wochen Aktivurlaub in Patagonien – Mutter und Tochter verwirklichen sich einen Traum

Laguna de los Tres

Drei Wochen Aktivurlaub in Patagonien – Mutter und Tochter verwirklichen sich einen Traum. Von Punta Arenas geht es mit Zelt und Rucksack zum W-Trek in den Torres del Paine Nationalpark, anschließend nach El Calafate zum Perito Moreno Gletscher und nach El Chaltén zum Fitz Roy Massiv. Danach geht es weiter bis Bariloche, wo wir die Umgebung hoch zu Ross erkunden werden.

Anreise (Grüße aus Santiago de Chile)

Blick auf den Perito Moreno

Es ist fast geschafft. Heute morgen ging das mit dem Auschecken aus dem Hotel erfreulich schnell (im Vergleich zur Hinreise nach Galapagos) und während ich auf den Shuttle zum Flughafen warte, bekomme ich einen Fruchtsaft und ein paar Stücken Bananenkuchen (pfui). Letztlich stopfen sie mich aber in ein Taxi, weil der Shuttle wohl doch noch etwas braucht, und ich bin ratzfatz am Flughafen. Auch die Schlange hier ist diesmal um einiges kürzer. Da ich in Galapagos schon durchgecheckt worden war, habe ich schon sämtliche Bordkarten und brauche also nur noch mein Gepäck aufzugeben. Gesagt, getan und dann habe ich noch genügend Zeit, mir wieder das Früchte-Frühstück zu gönnen. Als es Zeit zum Borden ist, mache ich mich auf den Weg zum Gate. Kaum dort angekommen, werde ich zusammen mit zwei Mitreisenden ausgerufen: wir mögen uns umgehend (dringends, hurtigst!) zum Gate 6 begeben. An Gate 6 steht ein planloser Mitarbeiter, guckt auf meine Bordkarte, auf seinen Rechner – und schickt mich zu Gate 8. Ich glaube nicht dran, dass das richtig ist, aber ich bin ja gehorsam. Also gehe ich zu Gate 8, wo nichts ist, außer einem für irgendwann angekündigten Flug nach Panama. Ich also wieder zurück zu Gate 6, dem gleichen Herrn erklärt, dass das ja wohl nix war. Er schickt mich zu seiner Kollegin, die ein paar Schritte weiter aufgeregt herumflitzt. Und diese Dame ist dann auch die Richtige. Wir wurden für eine Routine-Gepäckkontrolle „auserwählt“. Na super. „Anreise (Grüße aus Santiago de Chile)“ weiterlesen

Von Punta Arenas in den Nationalpark Torres del Paine

Puerto Natales

Nach einer (selbstverschuldet) sehr kurzen Nacht stehen wir früh auf, duschen (wer weiß, wann es die nächste warme Dusche gibt) und packen die letzten Sachen zusammen. Nach dem Frühstück erwartet uns unser Fahrer bereits, um uns zum Büro unserer Busgesellschaft Fernández und somit zum Abfahrtsort unseres Busses nach Puerto Natales zu bringen. Nach nur fünf Minuten dort angekommen, bleibt uns noch genug Zeit, um in der Umgebung nach etwas Essbarem zu suchen. Während Mama auf das Gepäck aufpasst, flitze ich daher kurz die Straße hinauf und erstehe in einem Eckladen zwei Sandwiches (Schinken und Käse, welch Überraschung in Südamerika) und eine Packung Kekse. Der Bus ist sehr bequem und die patagonische Landschaft atemberaubend. Zunächst fahren wir ein Stück entlang der Magellanstraße und später durchqueren wir typisch patagonische, endlose Weiten. Hier und da finden sich kleinere oder auch größere Schafherden (süß, da es gerade viele kleine Lämmer gibt – die hier übrigens keine Osterlämmer sind), andernorts grasen Pferde oder Kühe (lecker, unsere Steaks!) und auch ein paar Nandus bekommen wir zu sehen. „Von Punta Arenas in den Nationalpark Torres del Paine“ weiterlesen

Aufstieg, Aufstieg, noch mehr Aufstieg. Die Torres hautnah. Der erste Teil des W.

Die Torres del Paine

Wir werden wach und machen folgende Feststellungen: die Sonne scheint auch heute wieder, es gibt noch immer keinen wirklichen Wind und die Nacht im Zelt war erstaunlich bequem. Nach dem Waschen und Zähneputzen bauen wir als erstes das Zelt ab und verpacken all unser Gepäck in den Rucksäcken. Anschließend setzen wir uns marschfertig zum Frühstück ins Hostal. Hier bekommen wir ein Tablett mit einer kleinen Schale Cornflakes, einem Glas Saft, einer Tasse Kaffee, einem Teller mit Toast, einem Teller mit Schinken und Käse und einer Schale Rührei. Wir sind hinterher pappsatt und tauschen unsere letzten Essensmarken noch gegen Lunchpakete ein. Auch hier wieder eine positive Überraschung: Inhalt sind ein riesiges Sandwich (mit Schinken, Käse und Thunfisch), eine kleine Tüte Studentenfutter, ein Müsliriegel, eine kleine Tafel Schokolade, ein Apfel bzw. eine Birne und eine Flasche Wasser. Es sieht aus, als würden wir die Notfall-Kekse (Panzerplatten), die wir noch mitgenommen haben, nicht brauchen. Wir treffen noch einmal auf den Hotelshuttle und damit die nette Dame, die sich wegen des GPS erkundigen wollte, aber auch heute hat sie keine guten Nachrichten für uns und so schreiben wir das Gerät endgültig ab und machen uns „orientierungslos“ auf den Weg. Dieser ist zum Glück gut ausgeschildert (abgesehen davon mangelt es auch an Alternativen, um sich zu verlaufen). „Aufstieg, Aufstieg, noch mehr Aufstieg. Die Torres hautnah. Der erste Teil des W.“ weiterlesen

Nikolaus, Seen und Wind

Refugio Los Cuernos

Wir stehen wie gewohnt um halb sieben auf und als ich aus dem Zelt krieche, um meine Schuhe anzuziehen, sehe ich plötzlich, dass der Nikolaus da war! Er hat die Schoki bis in den Torres del Paine gebracht und dort in meine Schuhe gesteckt! *freu*

Nachdem wir also wie üblich unser Zelt abgebaut und uns mit den anderen Campern um das einzige offene Klo und das einzige Waschbecken gedrängelt haben, gibt es zum Frühstück das gleiche Programm wie gestern in Las Torres. Auch das Lunchpaket ist identisch mit dem gestrigen und so sind wir wieder mehr als gut ausgestattet für den heutigen Tag. Gegen neun Uhr starten wir wieder und laufen zunächst den gleichen Weg wieder zurück, den wir gestern hinauf gekommen sind. Aus schier unerklärlichen Gründen sind wir bergab um einiges schneller als gestern bergauf. „Nikolaus, Seen und Wind“ weiterlesen