Desolation Wilderness – 10 Tage mit Zelt und Rucksack

Middle Velma Lake

Lake Tahoe, Kalifornien, USA. Zehn Tage Backpacking auf dem Tahoe Rim Trail (TRT) durch die Desolation Wilderness. Der TRT entspricht hier weitgehend dem Pacific Crest Trail (PCT). Die nötigen Permits sind beschafft, Bärenkanister zum sicheren Verwahren der Nahrung, Zahnpasta und allem, was irgendeinen Duft haben könnte, gekauft und der Wetterbericht verspricht für die nächsten Tage grandioses Wetter. Es kann also losgehen.

Tag 1 – Big Meadow Trailhead bis Dardanelles Lake

Dardanelles Lake

Hier stehen wir nun also: die doch erstaunlich schweren Rucksäcke auf dem Rücken, die Sonne am Himmel und den Tahoe Rim Trail (TRT) vor der Nase – der natürlich mit einem Anstieg beginnt, wie sollte es anders sein.

Hergebracht hat uns ein sehr netter und beredter Taxifahrer, der von seinen eigenen Hiking-Abenteuern in der Gegend berichtete (auf die Frage nach der Bärengefahr: „well, we actually cheated a bit and had our base camp in our car, so we did not really sleep out there“). Wir sollen auf Big Meadow an seine Worte denken: wie gerne würde er dort einmal ein großes Rockkonzert veranstalten, weil es eine so große offene Fläche ist (das geht aber nicht, weil abseits des Weges Schlangen lauern – wir sollen uns also unbedingt auf dem Weg halten). „Tag 1 – Big Meadow Trailhead bis Dardanelles Lake“ weiterlesen

Tag 2 – Dardanelles Lake bis Showers Lake

Wiese am Upper Truckee River

Der Morgen beginnt für uns bereits, bevor die Sonne über die umliegenden Berge gekrochen ist – der Jetlag ist noch nicht überwunden. Es ist erstaunlich kalt und so machen wir als erstes schnell Frühstück mit einem heißen Kaffee. Die 2-in-1 bzw. 3-in-1 Instant-Kaffeeportionen bewähren sich hier hervorragend. Dazu gibt es eigenhändig zusammengemixtes Müsli – das Beste aus dem, was der Supermarkt hergegeben hat, aber geschmacklich wirklich kein Highlight. Unter Müsli werden hier eher zuckersüße aufgepoppte Crunchy-irgendwas verstanden. Volumentechnisch eine Katastrophe und so blieb es bei Haferflocken mit Honig-Mandel-Vanille-Irgendwas. Geht so. Immerhin hat sich niemand an unseren Bärenkanistern vergriffen. Und mittlerweile hat es auch die Sonne über den Berg geschafft und es wird schnell warm. „Tag 2 – Dardanelles Lake bis Showers Lake“ weiterlesen

Tag 3 – Showers Lake bis Echo Lakes

Bunte Berge

Heute morgen merken wir, wie wichtig es ist, einen Zeltplatz auszuwählen, der morgens in der Sonne liegt. Während die beiden Mitstreiter am gegenüberliegenden Seeufer (wir ahnten nichtmal, dass man da auch hinkommt) ihr Frühstück in der Sonne machen können, haben wir leider die Seite erwischt, die noch lange im Schatten des Bergkamms liegt. *bibber*

Nach dem Start führt der Weg zunächst durch wunderschöne Landschaft und er verläuft eher eben über die Berge. Die Herbstfärbung macht sich auch hier wieder überall bemerkbar und wir haben wunderbare Aussichten auf die Seen, an denen wir in den letzten Tagen vorbeigekommen sind. „Tag 3 – Showers Lake bis Echo Lakes“ weiterlesen

Tag 4 – Echo Lakes bis Lake Tamarack

Lake Tamarack

Wir wachen morgens auf und fühlen uns bedeutend besser. Die Dusche nutzen wir natürlich direkt nochmal aus (die nächsten 7 Tage sind ja nur noch Seen geplant). Wir packen unsere Sachen zusammen und verlassen gegen halb neun das Zimmer, um gegenüber bei Ernie’s frühstücken zu gehen. Ernie’s entpuppt sich als wahres Kabinett der Köstlichkeiten und wir schlagen uns den Bauch mit leckerem Sandwich, Bratkartoffeln, frisch gepresstem O-Saft und Kaffee voll. Die nette Bedienung ruft uns anschließend ein Taxi und schon sind wir wieder unterwegs, unsere Tour dort fortzusetzen, wo wir sie gestern so unrühmlich unterbrochen haben. (Ja, das Geld fürs Taxi ist der zweite Teil des kleinen Vermögens, denn es waren ja doch keine 2 Meilen.)

So stehen wir kurze Zeit darauf also wieder am geschlossenen Chalet von Lower Echo Lakes und machen uns auf den Weg. Keine 50m später entdecken wir ein Schild, das darauf hinweist, dass das Zelten zwischen dem Highway 50 und der Desolation Wilderness (die noch hinter dem Upper Echo Lake beginnt) grundsätzlich untersagt sei. Soviel zu unserer gestrigen Idee, hier möglicherweise etwas zu finden. Am Ende also alles richtig gemacht. „Tag 4 – Echo Lakes bis Lake Tamarack“ weiterlesen