Der Einstieg

Du legst gerade erst los mit dem Fotografieren, willst deine neue Kamera mit den komisch vielen Knöpfen verstehen oder hast dir vorgenommen, dem Automatik-Modus den Rücken zu kehren, weil er manchmal nicht zu den Ergebnissen führt, die du dir erhofft hattest. Egal, was der Grund ist, dass du dich ein kleines bisschen ernsthafter mit der Fotografie beschäftigen willst – hier bekommst du die Basics stark zusammengedampft und darauf ausgelegt, ohne große wissenschaftliche Erklärungen loslegen zu können.

Warum ausgerechnet so? Ganz einfach: gute (ok, und auch nicht ganz so gute) und ausführliche Bücher über Fotografie gibt es genug und viele davon sind jeden Cent wert. Falls du aber keine Lust oder keine Zeit hast, dir ein ganzes Buch durchzulesen, vielleicht weil morgen dein Urlaub anfängt und du unbedingt noch ein paar Grundlagen brauchst bis dahin, dann bist du hier genau richtig. Natürlich ersetzt das kein gutes Buch oder einen richtigen Fotokurs – aber vielleicht macht es dir ja Lust auf mehr. Dann kannst du das Thema im nächsten Schritt immer noch richtig anpacken und vertiefen. Bis dahin… viel Spaß beim Ausprobieren! „Der Einstieg“ weiterlesen

Fangen wir mit dem Einfachsten an: die Zeit

Belichtungszeit: 5“ Ein Stativ ist bei solchen Zeiten unabdingbar

Das mit der Belichtungszeit ist eigentlich eine ziemlich simple Angelegenheit: je größer die eingestellte Zeit, desto länger fällt Licht auf den Sensor und desto heller wird das Bild.

Belichtungszeiten: Grüne Belichtungszeiten sind ganze Stufen. Graue Belichtungszeiten sind Zwischenstufen, die die meisten Kameras bereitstellen.
Belichtungszeiten: Grüne Belichtungszeiten sind ganze Stufen. Graue Belichtungszeiten sind Zwischenstufen, die die meisten Kameras bereitstellen.

Belichtungszeiten werden in Sekunden bzw. in Sekundenbruchteilen angegeben. Im Kamera-Display werden von den Sekundenbruchteilen allerdings meist nur die Nenner angegeben (also z.B. 250 für 1/250 Sekunde). Ganze Sekunden werden mit dem Sekunden-Zeichen als Zusatz angegeben (also z.B. 8“ für 8 Sekunden). Oberhalb 30 Sekunden bieten die meisten Kameras keine Voreinstellung mehr an, sondern schalten um auf Langzeitbelichtung (z.B. „Bulb“). Dabei wird solange belichtet, bis der Auslöser wieder losgelassen wird. (Einfacher wird es mit einem Fernauslöser, den man dann z.B. auch auf beliebige Dauer einstellen kann.) „Fangen wir mit dem Einfachsten an: die Zeit“ weiterlesen

Jetzt wird’s spannender – die Blende

Die Blende ist dazu da, das Objektiv annähernd kreisförmig ein Stück weit zu öffnen und damit die in einer bestimmten Zeit einfallende Lichtmenge zu regulieren. Je größer die eingestellte Blende, desto mehr Blende verschließt das Objektiv und desto weniger Licht passt also hindurch. (Wer in Mathe aufgepasst hat, kann sich noch zusammenreimen, dass ein Verdoppeln des Kreis-Durchmessers zu einer Vervierfachung der Kreisfläche führt – da passt also ordentlich mehr Licht hindurch.)

Blendenreihe: Grüne Blendenwerte sind ganze Blendenstufen. Graue Blendenwerte sind Drittel-Blendenstufen, die die meisten Kameras einstellen können.
Blendenreihe:
Grüne Blendenwerte sind ganze Blendenstufen. Graue Blendenwerte sind Drittel-Blendenstufen, die die meisten Kameras einstellen können.

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Fast zu vernachlässigen – die ISO

Ziemlich fies verrauschtes Bild, aber ich hatte kein Stativ, um länger belichten zu können

Wieso steht das hier, wenn es fast zu vernachlässigen ist? Na ja… weil eben nur fast. Die ISO gibt die Empfindlichkeit des Sensors an. (Ich erspare mir und dir die technischen Ausführungen dazu.) Je höher ich die ISO einstelle, desto empfindlicher reagiert der Sensor und desto weniger tatsächliches Licht benötige ich, um das Bild noch ausreichend zu belichten.

ISO-Wertreihe. Die grünen Werte sind "ganze" Stufen, die jeweils zu einer Verdopplung der Empfindlichkeit führen
ISO-Wertreihe. Die grünen Werte sind „ganze“ Stufen, die jeweils zu einer Verdopplung der Empfindlichkeit führen

Die ISO hochzudrehen kann also sehr hilfreich sein, wenn mein Motiv für eine Belichtung aus der Hand zu dunkel ist und ich kein Stativ dabei habe. Oder wenn ich aus anderen Gründen nicht länger belichten kann oder will – z.B. um Bewegungen im Bild nicht verwischen zu lassen. „Fast zu vernachlässigen – die ISO“ weiterlesen

Der Dreiklang aus Blende, Zeit und ISO

Wir halten also fest: für die Belichtung eines Bildes spielen alle drei Parameter zusammen. Sobald die Automatik der Kamera also mit ihrer 18% Grauwert Grundregel danebenliegt oder ich die Belichtung aus anderen Gründen ändern möchte, ist es an der Zeit, mindestens einen der Parameter zu verändern. Welchen ich verändere, kommt dabei immer auf das Bild an. In diesem Kapitel soll das an ein paar praktischen Beispielen verdeutlicht werden. „Der Dreiklang aus Blende, Zeit und ISO“ weiterlesen