Eine Frage des Formats

Zur Bildgestaltung gibt es unzählige „Regeln“. Sie alle haben eins gemeinsam: man darf sie getrost ignorieren oder bewusst brechen, aber es schadet nicht, sie zu kennen. Hier also ein kurzer Ausflug zu den wichtigsten Mitteln der Bildgestaltung.

Noch vor der Aufnahme muss ich mich entscheiden, welches Format mein Bild bekommen soll. Hochformat? Querformat? Diese beiden Formate sind meine Ausgangsbasis. Natürlich kann ich durch Nachbearbeitung später auch beliebige andere Formate daraus erzeugen – vom Panoramabild bis zum Quadrat. Aber beim Fotografieren werde ich mich in den meisten Fällen erst einmal zwischen Hoch- und Querformat entscheiden müssen. weiterlesen

Der Weißabgleich

Farbe ist eine recht unsichere Sache. Je nachdem, welches Licht vorherrscht, kann ein weißes Blatt Papier ziemlich unterschiedlich aussehen. Das liegt daran, dass unterschiedliches Licht eine unterschiedliche Farbtemperatur mit sich bringt. Die Kamera versucht mit allerlei Automatiken, die Art des Lichts und damit seine Temperatur korrekt zu ermitteln und für die Belichtung zu beachten. So sollen Falschfarben vermieden und der Farbeindruck möglichst realistisch widergegeben werden. Das Zauberwort für die Einstellung der richtigen Farbtemperatur lautet Weißabgleich. Das bedeutet nichts anderes, als dass die Kamera versucht, Weiß auch möglichst weiß aussehen zu lassen. weiterlesen

Linienführung

Es lässt sich unzweifelhaft festhalten: Linien im Bild führen den Blick des Betrachters. Aus dem Grund ist es hilfreicher, wenn eine Linie ins Bild hineinführt, als wenn sie hinausführt. Klassische Linien im Bild ergeben sich z.B. durch Wege, Straßen oder Flüsse. Aber es gibt auch noch unzählige andere Arten von Linien, die in einem Bild entstehen. Das menschliche Gehirn verbindet nämlich auch einzelne Punkte sehr gerne zu Linien. weiterlesen

Die Drittelregel oder der Goldene Schnitt

Die berühmte Drittelregel geht auf den Goldenen Schnitt zurück. Dieser wurde bereits im alten Griechenland, besonders in der Architektur verwendet und sorgt für ein besonders harmonisches Aussehen. Die Drittelregel ist eine Vereinfachung des Goldenen Schnitts und besagt, dass ein Bild dann besser aussieht, wenn man das Motiv nicht einfach in die Mitte des Bildes platziert, sondern auf einen der Schnittpunkte der gedachten Drittel-Linien. Für den Horizont besagt die Regel, dass dieser besser entlang einer der beiden waagerechten Drittel-Linien verläuft, als z.B. genau in der Mitte des Bildes. weiterlesen

Spiegelungen und Symmetrie

Spiegelungen können Symmetrie im Bild erzeugen – nämlich dann, wenn die Spiegelungsachse mittig im Bild liegt. Natürlich kann ich auch darauf verzichten und fast ausschließlich das Spiegelbild darstellen. In diesem Fall ist der Betrachter gefordert, sich das „Original“ weitgehend dazuzudenken. weiterlesen