Fr, 14.11.2003

Heute war am Vormittag wandern angesagt. Wir mitten im Regenwald. Das konnte ja nicht gut gehen und so zog auch erst einmal Regen auf. Das beeindruckende an dem „Regen“ war, dass der schlichtweg nicht auf der Erde ankam. Man hörte es auf den Blättern über einem noch rauschen und unten kam nix mehr an. Der Wind wurde dafür recht heftig. Die Zeit verbrachten wir an der Hütte einer einheimischen Familie. Die Frau war dabei, Schmuck aus Pflanzen und ähnlichem herzustellen und erzählte wie ein Wasserfall. War total interessant, sich mit den Einheimischen zu unterhalten. Als der Wind (und wohl auch der Regen) wieder abgezogen waren, begaben wir uns auf einen zweiten Versuch in den Regenwald. Die Einheimischen stellten sich als bedeutend bessere Pflanzenkenner heraus als unser Reiseleiter.
Am Abend war Piranhas angeln dran. Im ständigen Nieselregen machte das ganze irgendwie keinerlei Spaß mehr – auch, wenn unser Reiseleiter der Meinung war, wir müssten jetzt das vorgesehene Reiseprogramm ausschöpfen. Hmpf. Lassen den „Spaß“ über uns ergehen. Anschließend nimmt der Reiseleiter wieder seine langwierigen Versuche auf, einen Kaiman zu fangen. Nach einigen Stunden hat er endlich einen kleinen Kaiman gefangen und geht daran, an dem armen Vieh die Eigenschaften der Kaimane zu erläutern. Nun gut – ein Bild hätte es auch getan.