So, 12.10.2003

René wachte mit einer leichten Erkältung auf. Stefans Gasteltern hatten uns zu einem Ausflug in die Serra eingeladen. Sind zunächst essen gegangen. Die Jungs waren total begeistert von dem Fleisch – und ziemlich geschockt, als ich ihnen erklärte, dass das Fleisch eher minderer Qualität war. Sind jetzt heiß darauf, mal „gutes Fleisch“ zu essen. Sind anschließend einen Gebetsweg hinaufgestapft. Auf dem Friedhof nebenan konnten die Jungs die Masse deutscher Namen in der Gegend bestaunen. Anschließend fuhren wir in die Serra da boa Vista. Die Wanderstiefel hätten wir uns auch sparen können, denn brasilianisch typisch fuhren wir mit dem Auto bis auf die Bergspitze. Merkwürdigerweise haben die Autos den Bergweg überstanden – wenn wir auch einige blaue Flecken davongetragen haben. Das Wetter hat leider nicht so mitgespielt – es zogen dunkle Wolken, ein ziemlich frischer Wind und etwas Regen auf.

Der Tag aus Renés Sicht:

Irgendwie war ich krank geworden. Heute morgen wachte ich mit Halsschmerzen auf. Eigentlich wollten wir gegen 8:30 Uhr wandern gehen. Allerdings war es dann doch schon gegen 11:30 Uhr, bevor wir losgekommen sind. Mit Stefan und seinen Gasteltern sind wir zunächst zu einem kleinen Restaurant in der Nähe einer Kirche gefahren. Danach sind wir eine Art Gebetsweg gelaufen. Ich hatte so etwas noch nie vorher gesehen. In Brasilien soll das allerdings keine Seltenheit sein (die meisten Leute sind streng katholisch). Danach sind wir zur „Serra da boa vista“ gefahren. Den Weg sind wir – wie scheinbar in Brasilien üblich – nicht gelaufen, sondern mit dem Auto gefahren. Wir hatten ziemliches Glück, dass wir noch ein paar Fotos schießen konnten. Als wir nämlich auf dem Berg angekommen sind, begann es sich schon zuzuziehen.