Fr, 19.09.2003

Sind heute ziemlich früh aufgestanden (na ja, für Studenten- und Urlauberverhältnisse jedenfalls), weil bei uns heute Wandertag war. Haben uns die Lagoinha do Leste vorgenommen. Das ist eine kleine Lagune im Süden der Insel, die man nur zu Boot übers Meer oder aber zu Fuß über die Berge erreicht. Wir haben uns für den Fußweg entschieden und dann auch noch für den längeren von beiden. Mit ordentlich Proviant und reichlich Wasser eingedeckt stapfen wir dann bei bedecktem, fürs Wandern optimalem Wetter los. Nach den ersten 200 Metern bergauf sind wir das erste Mal völlig fertig. Nach einer ausgiebigen Pause stapfen wir jedoch unerschrocken weiter und werden schon bald mit einer herrlichen Aussicht aufs Meer belohnt. Von nun an schlängelt sich der Pfad immer an der Steilküste entlang. Der inzwischen recht starke Wind ist meiner Höhenangst dabei nicht unbedingt zuträglich, aber wenigstens weht er in Richtung Land. Bald tauchen die ersten Geier über uns auf und ziehen den Rest des Weges in nicht gerade ermutigender Weise ihre Kreise über uns. Nach knapp zwei Stunden sind wir dann aber an einem Punkt angekommen, von dem aus wir eine herrliche Aussicht auf die vor uns liegende Lagune und den angrenzenden Strand haben. Da es noch absolute Nebensaison ist, ist der Strand auch wunderbar leer und außer einigen Surfern und vereinzelten Wanderern ist niemand dort. Der Abstieg an den Strand ist schnell geschafft. Inzwischen kommt wie bestellt auch die Sonne raus und so sind wir, als wir an der Lagune ankommen, hervorragend auf ein erfrischendes Bad eingestellt. Die Lagune ist zwar frisch, aber verglichen mit dem Meer doch eine wahre Wohltat. Nach etwas planschen im Wasser legen wir erst einmal Mittag ein und faulenzen dann ein wenig in der Sonne. Dann springen wir noch einmal in die Lagune und weil wir ja schon einmal dabei und sowieso gerade nass sind, hüpfen wir nebenan auch gleich noch ins Meer. Brrr, ist das kalt! Aber schön ist es trotzdem und die Lagune ist anschließend umso wärmer. Den Rückweg können wir nun bei strahlend blauem Himmel antreten, was wohl auch der Grund für den kräftigen Sonnenbrand ist, den wir abends alle im Gesicht haben. Ziemlich k.o. kommen wir zu Hause an, aber wir sind uns einig, dass das ein toller Ausflug war. Nach dem Abendbrot wartet aber schon die nächste Herausforderung auf uns – wir gehen Kartfahren. Irgendwer war leider der Meinung, mein Auto rammen zu müssen, was mir dann drei Linkskurven im Schritttempo und anschließend vier Runden in der Box beschert hat. Habe dank Trices vorbildlich rücksichtsvollem Fahrverhalten aber immerhin noch den vorletzten Platz belegt… 😉