Nordlichter am Geysir

Der letzte Blogbeitrag war gerade geschrieben, da geh ich ans Fenster und sehe einen Stern funkeln. Und dann noch einen… und dann noch einen… na nu? Da war doch eben doch alles voller dicker Wolken? Aber wo Sterne zu sehen sind, könnten bekanntlich auch Nordlichter zu sehen sein! Auch wenn die Nordlicht-Vorhersage für heute eher mau ist. Also schnell mit der Kamera vor die Haustür und eine Probeaufnahme aus der Hand geschossen – die Augen würden zu lange brauchen, um sich an die Dunkelheit zu gewöhnen – und siehe da: gleich hinter unserem Haus leuchtet es grün! Die Nordlichter sind da!! 🙂Ich renne zurück ins Haus und mache Dominik ganz kirre, er soll sofort die dicken Klamotten anziehen, wir müssten los. Breit grinsend halte ich ihm das Foto unter die Nase und dann geht alles ganz schnell. Rein ins Auto – ich habe mir vorgenommen, die paar Minuten bis nach Geysir zu fahren und mal zu schauen, ob man nicht auch nachts an den Geysir kommt. Und siehe da… man kommt. 🙂

Der Geysir ist auch im Dunkeln schnell ausgemacht – dank Mond brauchen wir nicht einmal auf eine Taschenlampe zurückgreifen, um den Weg zu finden. Den ersten Ausbruch des Geysirs verpassen wir knapp – das Stativ stand noch nicht ganz. Also schauen wir kurz mal in eine andere Richtung, wo gerade ein hübsches Nordlicht auflädt und immer größere Kringel am Himmel malt.

Nordlicht in Island
Nordlicht in Island

Dann bekommt wieder der Geysir unsere volle Aufmerksamkeit… und ich bin mir endgültig sicher, dass es die richtige Entscheidung war, im März herzukommen.

Geysir
Geysir
Nordlichter am Geysir
Nordlichter am Geysir
In einer Pause
In einer Pause
Erwischt! Beide! :)
Erwischt! Beide! 🙂

Vor lauter Glückseligkeit ist mir nicht mal kalt – und das, obwohl bei Temperaturen nur knapp über dem Gefrierpunkt ein ziemlicher Wind weht.

Irgendwann beschließen wir aber, Stativ und Kamera wieder einzupacken und noch ein paar Kilometer weiter zu fahren. Dort ist nämlich der Gullfoss, einer der imposantesten Wasserfälle hier – und in Kombination mit einem Nordlicht ist der bestimmt noch imposanter.

Gesagt, getan – wir fahren ein paar Kilometer weiter. Der Parkplatz am Gullfoss ist verdächtig leer. Als wir aussteigen, bläst uns allerdings ein dermaßen fieser Wind um die Ohren, dass auch Rolli, Daunenjacke und Skijacke nicht mehr dagegen ankommen. Egal – was tut man nicht alles… hihi. Wir laufen zum Wasserfall und bereits der Weg ist spiegelglatt. Der Wind treibt so viel Wasser heran, dass alles direkt gefriert – natürlich auch in meinem Gesicht. Wir folgen dem Rauschen des Wasserfalls, das irgendwie doch gegen das Tosen des Windes ankommt, sehen aber fast nichts. Also wieder ein Foto aufs Geratewohl. Na ja… immerhin ist mit Phantasie erkennbar, dass dort ein Wasserfall ist und der auch nicht ganz klein ist. Allerdings haben bei dem Sturm und Wasserstaub weder Kamera noch Stativ eine Chance – und wir sind kurz vor dem Erfrieren. Also schnell wieder zusammengepackt und zurück ins Auto. Der Gullfoss muss wohl warten, bis wieder Tageslicht herrscht.

Wir fahren zurück nach Hause, denn mittlerweile ist auch mehr als Schlafenszeit. Nur dass da beim Aussteigen schon wieder dieses grüne Leuchten hinter dem Haus ist. Also noch gaaaanz schnell eine kleine Fotoserie vor dem Schlafengehen – zumindest, bis der Kamera-Akku sich der Kälte geschlagen gibt und nicht mehr auslösen mag.

Nordlicht zu Hause
Nordlicht zu Hause

 

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