Von Kathmandu nach Bhulbule

Der Wecker ist unbarmherzig, als er heute für unseren Jetlag viel zu früh klingelt. Der zweite ebenfalls und der Wake-up-Call ist noch fieser. Aber es hilft alles nix. Wir duschen (yeah, warmes Wasser!) und gehen zum Frühstück, gespannt darauf, ob es heute für uns losgeht oder ob der Streik unsere Reisepläne durchkreuzt. Kurz darauf kommt unser Reisechef vorbei und sagt das, was niemand von uns hören will: es wird tatsächlich gestreikt. Allerdings hat er noch Hoffnung, jemanden bezirzen zu können und so verabreden wir uns zu 10:00 Uhr wieder. In der Zwischenzeit erkunden wir Thamel. Um diese Uhrzeit ist es noch nicht ganz so quirlig und so lassen wir uns einfach treiben. Seit Kurzem hat man hier offenbar das Thema Müllentsorgung entdeckt und so sind die Straßen beeindruckend sauber.

Bunte Wimpel in den Straßen
Bunte Wimpel in den Straßen
Verkabelung auf Nepalesisch
Verkabelung auf Nepalesisch
Schicke Rikscha
Schicke Rikscha
Fahrradkurier?
Fahrradkurier?
Kleiner Tempel in einem Hinterhof
Kleiner Tempel in einem Hinterhof

Als wir ins Hotel zurückkommen ist klar: ein Fahrer ist gefunden, es kann losgehen. Hurra! Mit einem allradbetriebenen Minibus kurven wir in Richtung Beshisahar. Wir, das sind wir vier Wanderer, Deepak unser Wanderguide und zwei Träger. Bereits kurz hinter Kathmandu bekommen wir das erste Mal freien Blick auf den Manaslu und das Annapurna Massiv.

Blick auf Mt. Manaslu
Blick auf Mt. Manaslu

Die Strecke ist einigermaßen holprig und so bekommen die Bandscheiben endlich mal wieder was zu tun. Mittagessen gibt es auf etwa der halben Strecke in einem kleinen Hüttchen am Straßenrand. Wir essen unser erstes Dal Bhat und ich stelle mal wieder fest, dass ich eine echte Mutti bin, wenn es um scharfes Essen geht.

Unterwegs gibt es immer mal wieder tolle Dinge zu sehen, die natürlich fotografisch festgehalten werden müssen.

LKW auf Nepalesisch
LKW auf Nepalesisch
Reisernte
Reisernte
Kinder finden Fotos super
Kinder finden Fotos super
Reisterrassen
Reisterrassen
Vorfreude
Vorfreude

In Beshisahar angekommen checken wir sozusagen im Nationalpark ein (d.h. wir zeigen unsere Permits am ersten Check Post vor und lassen uns registrieren) und Dipak erklärt, dass wir jetzt noch 10km weiterfahren bis Bhulbule. Und dann sagt er „now the road gets bumpy“. Wat? Und was bitteschön war das bis hierher?? Leider soll er Recht behalten. Über etwas, das beim Alpenverein vermutlich nicht mal als schlechter Wanderweg durchgehen würde, geht es in anderthalb Stunden die 10km nach Bhulbule. Kann man in den Bandscheiben Muskelkater bekommen?? Naja, morgen werden wir es wissen. Wir steigen in der Everest Lodge ab und sitzen noch eine Weile nett zusammen, bis es zum Abendessen gebratene Nudeln mit Ei gibt.

Everest Lodge in Bhulbule
Everest Lodge in Bhulbule

Nach dem Essen gibt es noch das Briefing für morgen (7:00 Uhr Frühstück, 7 Std. Wanderung) und dann hauen wir uns auch schon aufs Ohr. Der Jetlag ist noch nicht so ganz überwunden…

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