Oslo mit Insider

Wir werden wach und hören ihn bereits ans Fenster klopfen – na klar, den Regen. Auch übers Frühstück bleibt er uns erhalten und so werfen wir uns bereits die Regenklamotten über, als wir vor die Tür treten, um Nina zu treffen. Nina hatte ich auf Galapagos kennengelernt (siehe Galapagos-Blog) und sie hatte angeboten, sich den Tag heute freizunehmen, um uns ihre Heimatstadt zu zeigen. So ein Angebot muss man mir natürlich nur einmal machen und so sitzen wir kurz darauf auch schon in Ninas Elektro-Toyota. Elektroautos findet man in Oslo übrigens zuhauf – sie sind nämlich steuerbefreit. Entsprechend gibt es auch auf allen größeren Parkplätzen oder auch einfach am Straßenrand überall Ladestationen.

Zuerst fahren wir in den Frognerparken und bewundern die vielen Skulpturen von Vigeland. (Aufgrund dieser wird der Park auch gerne Vigelandsparken genannt.) Auch im Regen machen sie eine durchaus gute Figur und die größte Rosensammlung Oslos leuchtet regelrecht vor sich hin.

Der wütende Junge - die wohl berühmteste Skulptur von Vigeland
Der wütende Junge – die wohl berühmteste Skulptur von Vigeland
Springbrunnen im Frognerpark
Springbrunnen im Frognerpark
Rosen im Frognerpark
Rosen im Frognerpark

Plötzlich kommt, wir trauen unseren Augen kaum, die Sonne heraus. Noch ein kleiner Spaziergang durch den Park und dann geht es weiter.

Wir fahren zum Holmenkollen. Hier ist zwar laut Nina der Eintritt gewaltig (na ja, 120 Kronen sind auch bloß zwei Kaffee), aber die Aussicht soll noch gewaltiger sein. Das ist absolut nicht übertrieben. Der Blick von der Schanze (ganz oben natürlich) auf das mittlerweile sonnige Oslo und den Oslofjord, aber auch auf die im Hinterland liegenden Berge ist einfach großartig.

Blick vom Holmenkollen
Blick vom Holmenkollen

Im Fuß der Schanze gibt es noch ein ganz nett gemachtes Skimuseum, das wir uns noch anschauen. Anschließend geht es in ein nahegelegenes Café, das ein kleiner Geheimtipp ist und beliebter Einkehrort bei den Osloern. Es gibt leckeren Kaffee und Kuchen in absolut uriger Atmosphäre.

Ninas nächster Programmpunkt ist das Museumsdorf Bærums Verk. Hier schlendern wir zwischen alten Häuschen entlang, in denen heute allerhand Kunsthandwerk angeboten wird. Wir genießen die Sonne am Flüsschen und naschen handgemachte Pralinen.

Museumsdorf Bærums Verk
Museumsdorf Bærums Verk
Mini-Wasserfall
Mini-Wasserfall
Wir sonnen uns
Wir sonnen uns
Im Museumsdorf Bærums Verk
Im Museumsdorf Bærums Verk

Ein weiterer kurzer Abstecher führt uns in den Henie-Onstad-Kunstpark, in dem besagte Eiskunstläuferin allerhand Kunst gesammelt und ausgestellt hat. Das Restaurant hier soll sehr gut sein, aber die Preise sind entsprechend und außerdem ist es noch viel zu früh für Abendessen.

Wir verabreden uns daher für ein anderes Restaurant und Nina setzt uns erst einmal wieder an unserer Unterkunft ab. Von dort nehmen wir etwas später den Bus ins  Zentrum. Hier sollen wir eigentlich in die Straßenbahn umsteigen, doch Nina hat inzwischen in Erfahrung gebracht, dass das Restaurant leider gerade Ferien macht. Also bleiben wir im Zentrum und finden mit dem Cristiania einen weiteren kleinen Geheimtipp. Es gibt exzellentes Essen in einem sehr hübschen Innenhof. Irgendwie zeigt sich hier, dass eben nur Norweger echte Kerle sind. Denn während wir bereits in dicken Jacken dasitzen und langsam frösteln, geht es Nina in ihrem Sommerkleid noch immer blendend. Mit einem Bierchen und viel Quatschen klingt so ein toller Tag in Oslo aus, der uns an Orte gebracht hat, die wir alleine sicherlich nicht gefunden hätten. Tusen takk, Nina!

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