Über die Korrelation zwischen dem Vorhandensein des Gepäcks und der Urlaubsfreude – und übers Schnorcheln

Ich weiß, ich war etwas säumig mit neuen Blog-Beiträgen. Und schlimmer noch: dieser wird einer ohne Bilder. Aber dafür wird er als wissenschaftlichen Beitrag die direkte Korrelation zwischen dem Vorhandensein des Gepäcks und der Urlaubsfreuden beweisen.

Gestern versuchten wir – wie immer nach dem Frühstück, denn wir kennen ja den schmalen Flugplan – wieder einmal, Air Austral zu erreichen. Das heißt, wir überließen das den netten Damen an der Rezeption, denn die können um einiges besser französisch schimpfen als ich das könnte. Leider hielt es bei Air Austral niemand für nötig, auch nur ans Telefon zu gehen. Nach diversen erfolglosen Versuchen fingen wir also an, uns zu fragen, wie wir mit der Situation umgehen würden, wenn unser Gepäck nicht innerhalb der nächsten zwei Tage auftauchte. Unsere Trekkingtour könnten wir dann jedenfalls vergessen, so ohne Rucksäcke und ohne Klamotten. Im Hotel bleiben hieße, etwa doppelt so viel Kohle auszugeben wie geplant. Keine schöne Aussicht.

Wir grübelten eine Weile, während wir sozusagen leicht frustriert durch unsere schöne Hotelanlage spazierten. Anschließend klemmte ich mich ans Telefon und beschloss, jetzt so oft und so lange dort anzurufen, bis sie entnervt aufgeben und wenigstens ans Telefon gehen würden. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass das gleich beim ersten Versuch der Fall sein würde 😉

Jedenfalls sagte die Dame am anderen Ende sofort nach dem Vernehmen meines Namens, dass sie… ja… mein Gepäckstück erhalten hätten und es in wenigen Minuten auf dem Weg in unser Hotel sei. Auf meinen Hinweis, dass das zwar schon recht gut sei, aber wir eigentlich zwei Gepäckstücke vermissen, erklärte sie dann, dass sie… ja… unsere zwei Gepäckstücke erhalten hätten und diese zwei nun gleich auf dem Weg zu uns seien. Nun denn. Ich konnte mein Glück kaum fassen und gestattete mir einen Moment überschwenglicher Freude, bevor ich mich wieder beherrschen konnte und der Vorsicht den Vorzug gab. Besser warten, bis die Dinger wirklich ankamen.

Geschlagene zwei Stunden später war es dann soweit: es klopfte und der Portier brachte tatsächlich unsere zwei Gepäckstücke! Halleluja, dachten wir uns, führten einen mentalen Freudentanz auf und schmissen uns erst einmal in frische Klamotten. Welch Wohltat! Dann kramten wir die Badeklamotten raus und gingen an den Strand. Doch oh weh! Ein garstiger Wind pfiff so über das Meer, dass einem eher nach Rollkragenpulli zumute war als nach Bikini. So ein Mist. Also verbrachten wir den Rest des Tages mal ganz ausgefallen mit Essen, Gammeln, Essen, Gammeln und zum Abschluss des Tages noch einmal Essen.

Heute sollten wir dann mehr Glück haben. Direkt nach dem Frühstück schnappten wir uns die Badesachen, liehen uns Schnorchelzeug aus und dann ab ins Wasser. Suuuupergeil! Alles voller Korallen. Dazwischen liegen Seegurken und ähnliches rum und überall schwimmen kleine bunte Fische herum. Sogar einen Flötenfisch haben wir bestaunen können – nen knappen Meter lang und nicht dicker als ein dünner Stock.

Anschließend frischte der Wind wieder auf, so dass wir an den windgeschützteren Pool umgezogen sind. So lässt sich ein Tag auch rumbringen. Und dann war es auch schon an der Zeit, zu packen. Umzupacken, um genau zu sein. Denn morgen früh machen wir uns auf den Weg zu unserer Trekkingtour. Den nächsten Blogbeitrag wird es daher voraussichtlich erst in einer Woche wieder geben – dafür hole ich dann auch die ganze Tour auf. Bis dahin also… macht’s gut und bis bald.

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