Erste Erkundungen in El Chaltén

Heute schlafen wir mal etwas länger, denn schließlich haben wir nur die Fahrt ins gut 200km entfernte El Chaltén vor uns. Nach dem Frühstück packen wir gemütlich unsere Sachen, steigen ins Auto und tanken zunächst einmal unser „very new car“ mit dem very small Tank voll. Danach geht es los in Richtung El Chaltén. Wir passieren eine Polizeistation, an der wir einfach durchgewunken werden und trotzdem anhalten. Da es bisher kein Straßenschild gab, sind wir unsicher, ob wir am letzten Kreisel die korrekte Richtung eingeschlagen haben. Die verdutzten Beamten sind offensichtlich froh, dass wir nur den Weg wissen wollen und bestätigen unsere Richtung.

Unterwegs passiert nicht allzu viel Spannendes. Wir fahren kilometerweit durch endlose Pampa, die rechts und links der Straße jeweils eingezäunt ist, weil das Land zu irgendwelchen Estancias gehört, die man in einigen Fällen sehen kann, in den meisten Fällen aber nur irgendwann einen Abzweig von der Straße findet. An den Zäunen finden wir leider immer wieder verendete Guanacos, die offenbar den Sprung über den Zaun nicht geschafft haben (die Bilder sparen wir uns hier). Aber natürlich finden wir auch quicklebendige Guanacos und dazu noch ein paar Nandus und überall wunderschöne Landschaft.

Wir verabschieden uns vom Lago Argentino
Wir verabschieden uns vom Lago Argentino
Guanaco-Herde
Guanaco-Herde
Eine Gruppe Nandus
Eine Gruppe Nandus

Immer wieder sehen wir unterwegs den Beweis, dass man die Strecken hier auch anders zurücklegen kann – auch wenn hier sportlicher Ehrgeiz der einzige Antrieb sein kann, denn Spaß und Erholung bringt das bei dem Sturm ganz sicher nicht:

Es geht auch anders
Es geht auch anders

Kurz vor El Chaltén versuchen wir noch, auf einer der Estancias ein Mittagessen zu bekommen – aber Fehlanzeige, denn es gibt erst wieder abends Essen. Also fahren wir nach El Chaltén hinein, halten noch kurz am Besucherzentrum an, das eher eine Art Lehr- und Erlebnisausstellung ist und setzen uns dann kurzerhand in eine Pizzeria. Dazu gibt es frisch gespressten Orangensaft, der so gut ist, dass es für Mama direkt noch einen zweiten hinterher gibt.

Dann suchen wir unsere Unterkunft – und da wir die Flash-Animation auf der Webseite nicht ausgedruckt haben, fragen wir uns quer durch den (sehr überschaubaren) Ort, bis wir sie gefunden haben. Nach dem Einchecken überlegen wir uns, dass wir noch eine kleine Wanderung am Nachmittag machen könnten – sozusagen, um die Pizza zu rechtfertigen. Also wandern wir quer durch den Ort zurück zum Besucherzentrum, lassen uns diesmal eine Karte und viele gute Tipps für Wanderungen mitgeben und starten dann den Berg hinauf zuerst zum Mirador de los Cóndores und dann noch hinüber zum Mirador de las Águilas. Natürlich habe ich das gleiche Glück wie in Peru – und wir sehen weder einen Kondor, noch einen Adler. Aber die Wanderung war trotzdem schön und hat uns tolle Ausblicke beschert.

Auf der Wanderung zum  Mirador de las Águilas
Auf der Wanderung zum Mirador de las Águilas

Zurück von der Wanderung, ist es Zeit, wieder etwas zu essen. Da wir von der Pizza eigentlich noch satt sind, suchen wir nur eine Kleinigkeit und landen in der Wafleria. Die große Auswahl macht es uns nicht einfach, aber letztlich fällt unsere Wahl auf eine Waffel mit Sahne und Pfirsichen, begleitet von frischem Pfirsichsaft und einer kleinen heißen Schokolade – leeeeecker!!

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