Sa, 21.02.2004

Wieder mal viel zu früh aufgestanden. Wollten auf die Ilha do Campeche fahren. Um neun Uhr war treffen bei Patrícia angesagt. Waren um halb zehn dort – und damit auch die ersten. Brasilianer… Patrícia verrät uns, dass es auf der Insel nix zu essen gäbe – kaufen also nebenbei noch ein, während Patrícia auf den Rest wartet. Gegen elf kommen wir endlich los. Am ersten Strand fährt leider kein Boot auf die Insel – also zweiter Versuch an einem anderen Strand. Endlich Erfolg. Die Überfahrt vom Praia da Armação aus dauert etwa eine halbe Stunde. Als das Boot sich der Insel nähert, meinen wir, im Paradies anzukommen. Berge mit sattem Grün und Palmen, schneeweißer Sandstrand und davor das türkisfarbene, kristallklare Wasser. Ein Traum! Wie gut, dass wir Schwimmbrillen mitgenommen haben – tauchen mit den Fischen um die Wette. Auf einmal taucht eine ganze Großfamilie Quati auf – süße Tierchen (einfach mal in den Bildern nachsehen). Fangen langsam an, unser mitgebrachtes Essen auszupacken. (Es gab übrigens doch ein Restaurant – wenn auch völlig überteuert.) Die einzige, die nichts dabei hat, ist Patrícia. Wissen jetzt, warum die Portugiesen die Ostfriesen Brasiliens sind… 😉 Machen eine kleine geführte Wanderung auf die andere Seite der Insel und schauen uns dort antike Felszeichnungen an. Eigentlich mehr Felsritzungen. Aber egal. Dann noch ein bisschen schwimmen, ein bisschen relaxen und dann geht es leider auch schon wieder zurück. Fahren anschließend nach Santo Antônio de Lisboa, um dort die unglaublich leckeren Camarão im Kürbis zu essen. Sind auch furchtbar voll hinterher und stürzen uns so in das Carnavals-Getümmel. Lerne endlich (!) Samba. Konnte ja nicht angehen, dass ich das nach einem Jahr Brasilien immer noch nicht hinkriege… Ist jedenfalls ziemlich cool, vermissen aber die großartigen Kostüme. Fahren anschließend zurück an die Lagoa und sehen uns dort noch den hiesigen Carnaval an.